Körperfettanteil

Der Körperfettanteil gibt den Anteil des angelagerten Fettes im Verhältnis zur Gesamtmasse des Körpers an. Das Körperfett besteht aus Struktur- oder Baufett und Depotfett. Letzteres ist als intraabdominales (auch viszerales) Fett um die inneren Organe und als subkutanes Fett unter der Haut lokalisiert.

 

Einen allgemein gültigen Wert, der geschlechterübergreifend und für alle Altersgruppen gilt, gibt es nicht; die medizinischen Empfehlungen und Normwerte hängen von Alter, Geschlecht und Körperbau ab.

Zwanzigjährige Männer weisen im Durchschnitt eine Fettmasse von 18 %, junge Frauen eine solche von 25 % auf. Im Laufe des Lebens steigt dieser Anteil an, während die Magermasse durch den Verlust an Muskelgewebe stetig abnimmt. Bei konstantem Gewicht kann sich also der Anteil des Fettes über den Lebenslauf erhöhen. Im mittleren Lebensalter von 45 Jahren sind bei Männern Körperfettanteile von 22–24 % typisch, bei Frauen solche von etwa 30 %. Gesunder Fettanteil beträgt in der Regel bei Frauen < 30 % besser < 25 %, bei Männern < 25 % besser < 20 %. Dieser Unterschied zwischen Mann und Frau ist biologisch bedingt.

 


Verteilung des Körperfetts

Für die Erfassung des Körperfettanteils finden, wie oben beschrieben, zahlreiche Methoden Anwendung, diese lassen jedoch keine Rückschlüsse auf die Fettverteilung zu. Gerade aber das Fettverteilungsmuster ist ausschlaggebend für das Risiko, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung als Folgeerscheinung des Übergewichts zu erleiden. Besonders nachteilig wirken sich hier Fettdepots im Bauchraum und an den inneren Organen aus.

Dieses innere Bauchfett, Fachleute nennen es „intraabdominales Fett“ oder "viszerales Fettgewebe"– ist sehr stoffwechselaktiv. Es beeinflusst den Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel (Zuckerstoffwechsel), so dass Fettstoffwechselstörungen und Diabetes die Folge sein können. Eine erste Selbstdiagnose ist einfach: Bauchumfang messen. Ein erhöhtes Risiko liegt für Frauen ab 88 cm vor. Bei Männern beginnt der Risikobereich ab 102 cm.


Inneres Bauchfett oder intraabdominales Fettgewebe

Die bedeutende Rolle des Fettverteilungsmusters und somit des inneren Bauchfetts wird durch die Aufnahme dieses Kriteriums in die Liste der vier klinischen Merkmale des Metabolischen Syndroms (Kriterien der IDF) bestätigt.

 

Das Metabolische Syndrom besagt: Kommen zum Risikofaktor Adipositas (oder auch Übergewicht) noch zwei der folgenden Risikofaktoren Diabetes (Zuckerkrankheit), Fettstoffwechselstörungen (erhöhtes Cholesterin bzw. LDL) sowie Bluthochdruck hinzu, besteht eine deutlich höhere Gefahr, im Laufe des Lebens eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erleiden. Die Risikofaktoren Adipositas, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck werden aus diesem Grund in Fachkreisen auch Kardiometabolische Risikofaktoren genannt